Pädagogisches Konzept

1. Vorstellung der Tagespflegeeinrichtung

 

Die Tageseinrichtung wurde im August 2009 gegründet.

Es können gleichzeitig 7 Kinder von 0-14 Jahren betreut werden.

Die Tageseinrichtung befindet sich in 57537 Wissen/Altbel.

 

2. Gesetzlicher Auftrag

 

Im Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII sind in §22 die Aufgaben einer Tagespflegeperson formuliert:

§22 Grundsätze der Förderung

 

(2)Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen

1. die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,

2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen,

3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

 

(3)Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und

bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein.

Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.

 

3. Öffnungszeiten

 

In der Regel werden die Kinder durch die Tagespflegeperson im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen mit den Eltern betreut.

 

4. Pädagogische Inhalte

 

Im Mittelpunkt der Tagespflege steht das Kind. Es soll als Individuum mit seinen eigenen Bedürfnissen befähigt werden, sich in die Gemeinschaft einzubringen.

Das Sozialverhalten wird durch gemeinsame Spiele, tägliche Erlebnisse, Erfahrungen und Aktivitäten gefördert.

 

Im Vordergrund steht das freie Spiel der Kinder, wobei gleichzeitig auch Angebote stattfinden. Die Kinder lernen durch Beobachten, Ausprobieren, Nachahmen, Üben und Wiederholen. Auch stehen gemeinsame Ausflüge, Spielplatzbesuche und das alltägliche Geschehen in einer Familie auf dem Programm.

 

Wir feiere mit den Kindern Feste wie Ostern, Geburtstag und Weihnachten.

Zum täglichen Arbeitsinhalt gehören auch Lieder, Geschichten, Fingerspiele, vermitteln von christlichen Werten (gemeinsames beten, hören von biblischen Geschichten) und das Hören von Musik.

 

 

5. Tagesablauf

 

Der Tagesablauf richtet sich individuell an den Zeiten die die Kinder bei uns sind.

 

6. Eingewöhnung

 

Die Eingewöhnungsphase ist uns sehr wichtig. Sie kann ein bis vier Wochen dauern. Sie richtet sich nach dem Entwicklungsstand und den Bedürfnissen des Kindes.

In der Anfangsphase kommt das Kind nur zusammen mit einer Bezugsperson zu uns. Diese gemeinsame Zeit schafft Vertrauen, wir lerne über das neue Kind, erfahre von Vorlieben oder Ritualen in der Familie. Die Mutter oder Vater bekommen gleichzeitig einen Einblick in unseren Tagesablauf.

In der Stabilisierungsphase sind Mutter oder Vater nur kurz abwesend und müssen unbedingt erreichbar bleiben. Das Kind bekommt nach einem kurzen und herzlichen Abschied einen vertrauten Gegenstand (Schnuller, Teddy o.ä.) mit und wird von uns intensiv betreut. Wir beobachte das Kind, versuchen Interessen herauszufinden und sorgen evtl. für Ablenkung. Das Kind wird unbedingt pünktlich wieder abgeholt und die Betreuungsphasen verlängern sich von mal zu mal.

In der Schlussphase sind die Eltern über den ganzen Betreuungszeitraum nicht mehr präsent und nur für den Notfall erreichbar. Die Eingewöhnung ist beendet, wenn sich das Kind von uns trösten lässt und Bindungsverhalten zeigt.

 

7. Entwicklung

 

Um die Förderung der Kinder optimal zu gestalten ist es wichtig, die Entwicklung der Kinder kontinuierlich zu beobachten. In Zusammenarbeit mit den Eltern wollen wir die Stärken der Kinder weiterentwickeln und eventuelle Schwächen ausgleichen helfen.

Die konkreten Bedürfnisse der Kinder werden mit den Eltern besprochen und es wird gemeinsam ein optimaler Weg festgelegt.

 

8. Verpflegung

 

Die Kinder bekommen bei uns Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Dies hängt davon ab wie lange und zu welchen Zeiten die Kinder von uns betreut werden. Die Mahlzeiten gestalte wir gesund und abwechslungsreich.

 

Auf Wünsche der Kinder wird auch eingegangen und sie werden beim zubereiten der Mahlzeiten mit eingebunden. Zum Trinken biete wir den Kindern Tee, Wasser, Saft, Milch und Kakao an. Auch eine Zwischenmahlzeit bekommen die Kinder, z.B. Obst/Joghurt.

Die Kosten für Getränke und die Mahlzeiten sind von den Eltern zu tragen.

 

9. Zusammenarbeit mit Eltern und Anderen

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns sehr wichtig, sie geschieht durch

Übergabegespräche

Aufnahmegespräch

Entwicklungsgespräche

gemeinsame Feste usw.

 

Außerdem ist die Arbeit mit Kindergarten/Schule/Ärzten usw. wünschenswert. Kooperation mit anderen Kindertagespflegepersonen & Jugendamt.

Dies geschieht nur in Absprache/Einverständnis mit den Eltern.

 

Die TPP hat im Sinne des § 8a SGB VIII als Erbringer von Leistungen einen besonderen Schutzauftrag. Bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung (Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch usw.) ist sie verpflichtet diese dem Jugendamt mitzuteilen.